Die zweite Schwangerschaft-ich kenn mich ja jetzt aus oder warum doch alles wieder neu und anders ist?!

Die zweite Schwangerschaft-ich kenn mich ja jetzt aus oder warum doch alles wieder neu und anders ist?!

Die erste Schwangerschaft- eine Wahnsinnszeit, oder? Alles ist so unfassbar neu, unwirklich und schwer zu begreifen. Der Körper macht eine Veränderung durch, die man sich vorher nie hat vorstellen können. Man fiebert jedem Wochenwechsel entgegen (es könnte einen sogar jemand mitten in der Nacht wecken und fragen wie weit man ist und es würde wie aus der Pistole geschossen die richtige Wochenzahl + Tag herauskommen). Außerdem hat man wahrscheinlich mindestens eine Schwangerschafts-App aufm Handy und die Daten im Mutterpass kann man auch auswendig. Jeder Termin beim Frauenarzt wird gefeiert, jede Untersuchung mitgenommen und jeder Ratgeber zum Thema Schwangerschaft und Geburt ist bereits in den ersten Wochen verschlungen. Man weiß, was das Baby alles an Anschaffungen braucht (schließlich wird es einem durch eben diese Ratgeber und die Medien auch immer wieder in Erinnerung gerufen) und das Kinderzimmer ist bereits Wochen vor Entbindungstermin fertig eingerichtet und hübsch dekoriert.

Ja, so oder zumindest so ähnlich war es auch bei mir 🙂

Und jetzt fragen doch viele, wie das so ist, die zweite Schwangerschaft. Jetzt kennt man doch alles, hat bereits das meiste und überhaupt ist man doch bestimmt viel entspannter…

Und ja, es stimmt schon. Klar kennt man das ein oder andere Zipperlein bereits, man weiß jetzt was ein Baby tatsächlich an Dingen braucht und die App im Handy dient hauptsächlich dazu, dass man bei Nachfrage sagen kann wie weit man ist. Die Tage und der Kopf sind bei einem Leben mit Kleinkind einfach mit anderen Dingen ausgefüllt.

Aber entspannter? Nein, das bin ich deswegen nicht. Gerade weil ich nicht wie in der ersten Schwangerschaft die Ruhe und Zeit habe, mich jeden Tag intensiv damit auseinanderzusetzen, schwirren im Kopf viele Dinge herum, was wann noch zu erledigen ist, um was man sich noch kümmern muss, wie man etwas handhaben mag usw. Auch merke ich, dass mich sehr viel mehr Sorgen und Ängste begleiten als damals. Man kennt durch das persönliche Umfeld aber auch durch die jetzige Arbeit einfach auch traurige Schicksale, die einen berühren und prägen. Ins Vertrauen zu kommen, ins Vertrauen in den eigenen Körper und das Baby, fällt dann an langen Tagen ohne Zeit für sich und die Schwangerschaft doch schwerer.

Aber der für mich größte Unterschied zur ersten Schwangerschaft ist der, dass ich doch sehr viel mehr weiß, was ich für mich und mein Baby möchte und was nicht. Das fängt bei den Untersuchungen in der Schwangerschaft an, dass ich einfach viel mehr hinterfrage für was und wozu und mit welchen Konsequenzen was angeboten wird. Das gleiche gilt dann für Untersuchungen für das Baby, wenn es auf der Welt ist. Auch die Wahl des Wunsch-Geburstsortes ist eine andere. Das ist einerseits natürlich auf die bisherige Erfahrung zurückzuführen, aber andererseits auch, dass ich versuche mich mehr im Inneren auf all das vorzubereiten. Sich damit zu beschäftigen, was sich gut für einen anfühlt, den eigenen Weg zu gehen und nicht einfach das zu machen, was die Mehrheit macht weil man es eben so macht und Standard ist.
Und doch ist man dann wieder schnell verunsichert durch unbedachte Aussagen des Arztes, durch eine weitere Horror-Geburtsgeschichte die einem ungefragt erzählt wird usw. Schließlich will ja auch ich, wie jede Mama, nur das Beste für mein Baby. Es gibt Menschen, die sind von Natur aus sehr gefestigt, mit einem starken Willen und Wissen, was für sie gut ist. Und es gibt Menschen wie mich, die lernen müssen, ins Vertrauen zu kommen, um zu spüren und zu wissen was sie wollen und was der richtige Weg für sie ist, unabhängig von allen anderen. Aber es ist ein spannender Weg, der sich lohnt!

Welcher Mensch bist du? Wie war deine Schwangerschaft oder deine zweite, dritte,…? Erzähl mir gern davon!

Alles Liebe,
Andrea

Roses Revolution-Ein Zeichen gegen Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe

Roses Revolution-Ein Zeichen gegen Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe

Am 25.11. ist es wieder soweit – bereits zum 5. mal möchten Frauen auf der ganzen Welt auf Mißstände, Gewalt und Respektlosigkeit in Schwangerschaft und unter der Geburt aufmerksam machen. Dafür werden von den Betroffenen rosafarbene Rosen und Briefe vor den Kreissaal gelegt.

Das Thema wird leider immer noch viel zu oft totgeschwiegen. Oft werden die Trauma der Frauen abgetan mit „Hauptsache das Kind ist gesund“ oder „Geburt ist nun einmal kein Spaziergang“. Dabei sind die betroffenen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch traumatisiert und zutiefst erschüttert. Das Gefühl der Fremdbestimmung, Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins hinterlässt nicht selten tiefe Spuren.

Physische Gewalt bedeutet zum Beispiel:

  • keine freie Wahl der Geburtsposition (durch z.B. festhalten oder sogar festschnallen der Beine)
  • medizinisch nicht notwendige Untersuchungen (wie den Muttermund wiederholt tasten wenn kein Bedarf besteht)
  • ein Dammschnitt ohne Einverständnis und ohne Notwendigkeit
  • ein Kaiserschnitt ohne Einverständnis und ohne Notwendigkeit
  • andere medizinische Interventionen ohne Einverständnis und ohne Notwendigkeit (z.B. Medikamentengaben, Kristellern, Katheder legen,…)
  • Zwang unter Wehen still zu liegen

 

Psychische Gewalt bedeutet zum Beispiel:

  • Anschreien und Beschimpfen
  • Drohungen und verbale Gewalt wie „Reißen Sie sich jetzt mal zusammen“ oder „Wenn Sie jetzt nicht mitmachen, stirbt Ihr Baby“,…
  • wenn die Frau unter der Geburt allein gelassen wird (außer sie möchte das ausdrücklich)
  • Machtmissbrauch („Sind Sie jetzt die Fachfrau oder ich“,..)
  • sexualisierte Sprüche oder Witze
  • Zwang

Es ist erschreckend, wie viele Frauen betroffen sind. Bereits letztes Jahr wurden vor 22% aller Geburtskliniken in Deutschland Rosen niedergelegt. Liegt es daran, dass der Personalschlüssel in Geburtskliniken immer schlechter wird? Dass Geburtshelfer und Ärzte schlicht mit der Anzahl der gebärenden Frauen überfordert sind? Sicher sind das Gründe, warum immer öfter und ohne medizinische Notwendigkeit in den natürlichen Geburtsprozess eingegriffen wird. Warum die Aufklärung und Einbindung der Frauen in die Entscheidungen immer mehr zu kurz kommt. Aber wo bleibt dennoch die Empathie, das Sehen des Menschen und der Respekt vor der Frau und dem Wunder Geburt? Gerade bei Menschen die in der Geburtshilfe arbeiten, sollten das doch wesentliche Bestandteile der Persönlichkeit sein, oder hat man sonst nicht den Beruf verfehlt?

Der erste Schritt für eine würde- und respektvolle Geburt wäre eine Reform des aktuellen Systems in der Geburtshilfe. Hier ist die Politik gefragt, welche ja leider bisher auch durch zahlreiche Aktionen und Petitionen nicht zu bewegen war.

Doch was kannst du tun, um eine selbstbestimmte und würdevolle Geburt zu erleben? Ich finde es enorm wichtig, sich im Vorfeld ganz klar darüber zu werden, was man möchte und vor allem, was man unter der Geburt NICHT möchte (Medikamente, Vorgehen, …).Und dies auch klar zu kommunizieren und seinen Partner zu instruieren, damit er im Zweifel deinen Willen vertreten kann.  Auch kann ich nur empfehlen, sich ganz genau den Geburtsort und die Geburtsbegleiter auszusuchen.

Wenn du nun aber schon betroffen bist und Gewalt unter der Geburt erleben musstest, so möchte ich dir Mut machen, dir Hilfe zu suchen. Das kann das Gespräch mit einer vertrauten und passenden Person sein, die dich und deine Gefühle ernst nimmt und nichts herunterspielt. Das kann aber auch die Hilfe durch eine Person sein, die sich auf Traumaheilung spezialisiert hat (Gerechte Geburt). Wichtig ist, dass du das erlebte aufarbeiten und damit auch eine tiefe Bindung zu deinem Kind aufbauen kannst. Und wenn du magst, darfst du deine Geschichte auch gern hier oder bei Roses Revolution mit uns teilen.

Viel Kraft und alles Liebe,
Andrea

Unsere erste Stillzeit – ein Erfahrungsbericht

Unsere erste Stillzeit – ein Erfahrungsbericht

Stillen ist das natürlichste auf der Welt – dieser Satz ist so wahr aber ich habe ihn als blanken Hohn in der ersten Zeit mit unserem Baby empfunden.

Schon im Kreissaal stellte sich heraus, dass es wohl nicht so easy ist wie gedacht. Nach der Geburt standen wir ja völlig neben uns, erst wurde ich noch eine ganze Weile versorgt und dann waren wir den größten Teil der Zeit alleine und haben mit unserem Baby gekuschelt. Auf die Idee, es zeitnah mal anzulegen bzw. es die Brust selber suchen zu lassen, kamen wir nicht und hat uns auch niemand gesagt. So kam es, dass ich dann nach ca. 4 Stunden mein inzwischen sehr müdes Baby das erste Mal und im Beisein der Hebamme angelegt habe. Da das nicht so recht klappen wollte, die Hebamme aber auch nicht ewig Zeit hatte, brachte sie mir recht schnell die Stillhütchen, damit unser Baby die Brustwarzen besser fassen konnte.

In der ersten Nacht dann auf Station, ermutigte mich meine Intuition, es doch noch einmal ohne diese Dinger zu versuchen. Leider hatte ich bis dahin noch nichts von den Hungerzeichen eines Babys gehört, sodass ich es tatsächlich erst versucht habe anzulegen, als es schon sehr weinte und dementsprechend ungeduldig war. Es war sehr unangenehm und deshalb bat ich eine Nachtschwester um Hilfe damit sie sich mal unsere Stillposition anschaut, aber leider hatte keiner Zeit für uns… Dadurch wurden die Brustwarzen etwas in Mittleidenschaft gezogen, sodass ich dann doch wieder auf die Hütchen zurückgegriffen habe.

Da bei unserem Baby durch den Stress unter der Geburt ein etwas grenzwertiger Zuckerwert festgestellt wurde, riet man uns sogleich auch zum Zufüttern mit Glucose und Pre-Milch, welche wir in unterschiedlichen Methoden (mit Becher, mit Finger, mit Sonde,…) geben sollten.

Nach 2 Tagen auf Station mit Pumpen, stillen mit Stillhütchen und Zufüttern entschlossen wir uns, das Krankenhaus vorzeitig zu verlassen. Die ständig wechselnden Empfehlungen der verschiedenen Schwestern und die Hektik – darauf hatten wir einfach keine Lust mehr. Wir wollten einfach nur in Ruhe die erste Zeit mit unserem Baby genießen und auch nur eine Ansprechperson – unsere Nachsorgehebamme- haben.

Zuhause dann entwickelte unser Baby eine leichte Gelbsucht, weshalb wir die Zufütterungsmenge mit Pre-Milch steigern sollten. Das stillen mit Hütchen klappte so einigermaßen, ich hatte Schmerzen vor allem beim Ansaugen und auch das Gefühl, mein Baby war an der Brust sehr unruhig. Milch hatte ich inzwischen sehr viel, aber anstatt das Baby einfach öfter anzulegen, riet man uns, die Menge an Pre-Milch weiter zu erhöhen. Die Gewichtsentwicklung und auch die leichte Gelbsucht waren dann schnell zufriedenstellend.

Ab der zweiten Woche nach der Geburt fing es dann bei mir an mit ständigem Milchstau, mal die rechte Brust, mal die Linke. Kurz danach folgte auch die erste Brustentzündung. Ich fühlte mich immer kränker und schlapper. Meine Hebamme versuchte mir mit den üblichen Hausmittelchen (Globuli, Retterspitz, Quark, Kühlen,…) zu helfen, aber nach ein paar Tagen tastete ich eine stark abgegrenzte Verhärtung in der Brust, sehr nah an der Brustwarze. Daraufhin schickte mich die Hebamme dann doch mal zum Arzt mit Verdacht auf Abszess. Nach einem Ultraschall befand die Ärztin, dass es wohl keiner wäre sondern nur ein verstopfter Milchgang und schickte mich wieder heim. Ich war natürlich sehr erleichtert. Aber leider verbesserte sich mein Zustand nicht wirklich, ich bekam wieder eine Brustentzündung an der gleichen Brust mit starkem Fieber. Daraufhin bekam ich dann auch endlich Antibiotikum. Das Fieber wurde besser, aber die Verhärtung blieb. Auch der Versuch des Ausmassierens durch die Hebamme brachte keine Besserung. Nach fast 2 Wochen schickte sie mich doch noch einmal zum Arzt. Der war sich dann irgendwie doch auch nicht mehr sicher und gab mir eine Überweisung ins Krankenhaus mit.

Dort wurde dann nach Untersuchungen und Ultraschall festgestellt: es war ein Abszess. Sie haben ihn punktiert, was aber leider auch keine Besserung brachte. Sie haben mir noch einmal ein anderes Antibiotikum verschrieben und ich sollte nach 3 Tagen erneut vorbeikommen. Nach 3 Tagen das gleiche Spiel: Punktion ohne Erfolg. Nachdem es mir aber so durch das Antibiotikum recht gut wieder ging, beschlossen sie es erst einmal dabei zu belassen.

Während dieser ganzen Zeit stillte ich unser Baby weiter (mit Stillhütchen immer noch) und zusätzlich bekam es Pre-Milch inzwischen aus der Flasche.

Ein Tag nach meinem letzen Besuch im Krankenhaus bekam ich unglaubliche Schmerzen in der Brust, selbst Schmerzmittel halfen nichts. Also fuhren wir wieder ins Krankenhaus, ich hielt die Schmerzen kaum mehr aus, jede Bewegung und jede Erschütterung waren einfach nicht mehr zu ertragen. Ich bekam dann Schmerzmittel intravenös, erst Paracethamol und als selbst das keine Linderung brachte, Morphium. Ich muss ehrlich sagen, solche Schmerzen hatte ich noch nie in meinem Leben. Der Plan: doch OP am nächsten Tag. Mein Mann war mit unserem Baby daheim, da ich mich absolut nicht in der Lage fühlte es zu versorgen. Am nächsten Tag dann wurde der Abszess eröffnet und es kam heraus, dass es wohl die richtige Entscheidung war da er schon sehr prall und sehr groß war. Die Ärzte meinten, ich könnte trotzdem weiterstillen, auch mit offener Wunde am Brustwarzenhof (bei einem Abszess wird die Wunde offen gelassen, mit einer Lasche versehen und die ersten Tage immer wieder gespült, damit es von innen nach außen zuwachsen kann). Nach fast einem Monat Schmerzen und der Tatsache, dass unser Baby eh bereits Pre-Milch erhielt, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, weiter zu stillen. Die Angst, es könnte sich wieder ein Abszess bilden, war einfach zu groß. Also stillte ich noch im Krankenhaus mit Medikamenten ab.

Im Nachhinein bereue ich diese Entscheidung sehr, wobei ich auch weiß es damals zu diesem Zeitpunkt für mich einfach nicht anders ging. Durch die Schmerzen und den Wochenbett-Hormoncocktail war ich vor allem auch psychisch einfach angeschlagen. Ich hadere auch heute noch damit, wie unsere erste Zeit mit Baby gelaufen ist und bin traurig und auch wütend darüber. Denn ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Punkte bei uns zusammengespielt haben, die nicht hätten sein müssen. Mit einer professionellen Unterstützung an meiner Seite und natürlich auch mit mehr Wissen von mir im Vorfeld hätte es vielleicht nicht soweit kommen müssen und wir hätten noch eine lange und glückliche Stillbeziehung genießen können.

Das war und ist einer meiner Hauptbeweggründe für mein Entschluss, Stillberaterin zu werden: ich möchte anderen Mamas und Babys professionell helfen, die auch Schwierigkeiten haben und ihnen somit zu einer glücklichen Stillbeziehung verhelfen, wenn sie das wünschen.

Alles Liebe,
Andrea

 

 

Unsere erste Geburt -ein Erfahrungsbericht

Unsere erste Geburt -ein Erfahrungsbericht

Meine 1. Schwangerschaft verlief völlig normal und komplikationslos. Wir freuten uns riesig und hatten uns für die Geburt ein Babyfreundliches Krankenhaus mit integrierter Kinderklinik ausgesucht, da wir trotz allem „auf Nummer sicher“ gehen wollten.

Bei 39+1 (also 40.Schwangerschaftswoche) bekam ich dann die ersten Wehen (Wellen) in der Nacht. Unsicher, ob es jetzt tatsächlich losgeht oder nicht, fuhren wir in die Klinik. Da zeigten sich die Wellen auch im CTG, der Muttermund war allerdings erst 1cm geöffnet. Wir hatten da zu dem Zeitpunkt eine wirklich liebe Hebamme. Ich glaube, sie hat uns angemerkt, dass wir auf keinen Fall wieder heim fahren wollten :-), also schickte sie uns für 2 Stunden im Park spazieren-was macht man auch sonst um 4 Uhr in der Früh…

Dabei wurden die Wellen schon deutlich intensiver und wir hofften beide, dass sich das auch in der Untersuchung zeigen würde. Nach weiteren 2 Stunden spazieren wollte ich in den Kreissaal, da draußen herumlaufen und die Wellen verarbeiten einfach nicht mehr machbar waren. Und siehe da, der Muttermund war auf 9cm! Juchee! Bis dahin ging es mir noch gut, klar war es herausfordernd aber ich war dennoch in den Pausen einigermaßen gut drauf und hab mich die ganze Zeit instinktiv im Stehen aufgehalten. Es kam dann auch relativ zügig ein starker Drang zum Mitschieben nach unten, aber da meine Fruchtblase noch nicht geplatzt war, meinte dann die (neue) Hebamme (Schichtwechsel…), dass sie diese erst in der nächsten Welle eröffnen möchte bevor ich aktiv werde. Dazu sollte ich mich auf den Rücken legen. Und genau hier began die (unnötige?) Intervention und ihre Folgen: durch den Lagerungswechsel und das manipulative Eröffnen der Fruchtblase wurden die Herztöne unseres Babys plötzlich schlechter und die Wellen wurden deutlich unangenehmer. Zudem fühlte ich mich plötzlich nicht mehr Herrin der Lage und so auf den Rücken liegend auch ziemlich ausgeliefert und schwach.

Da die Herztöne immer schlechter wurden, die Wellen immer stärker und es für unser Baby kein vor und zurück gab, eilten plötzlich mehrere Hebammen und Ärzte ins Zimmer mit der Saugglocke im Gepäck. Mein Mann und ich wussten nicht, was plötzlich los war, eine Ärztin stieg auf mein Bett und kristellerte mich (der manuelle Versuch, das Baby von außen über den Bauch nach unten zu schieben) während gleichzeitig die Saugglocke eingeführt wurde.

Es war eine so absurde Situation, voller Schmerzen, Panik, Unwissenheit und Fremdbestimmung, dass wir uns auch nachher, als unser Baby schon da war, gefühlt haben wie im Schock und völlig neben uns standen.

Zum Glück ging es unserem Baby gut, die Herztöne und die U1 waren unauffällig, sodass wir direkt nach der Geburt bonden (kuscheln) konnten, während ich noch versorgt wurde.

Aufgrund dieser Geburtserfahrung und ihren Auswirkungen auf die Stillzeit (mehr) war mir klar, dass es bei der 2.Geburt anders laufen soll. Ich möchte eine selbstbestimmte, natürliche und interventionsfreie Geburt erleben, ohne Druck und im Vertrauen in meinem Körper, der sehr gut in der Lage ist zu gebären. Und das alles in einer mir schon bekannten Umgebung und mit einer Hebamme der ich vertraue und die während der Geburt ausschließlich für mich und unser Baby da ist.

Daher bereite ich mich dieses mal auf die 2. Geburt mit den wirklichen wichtigen Dingen vor: dem Mindset, die passende Auswahl des Geburtsortes und der Begleitperson und dem ganz klaren Bewusstsein: was brauche ich und vor allem was möchte ich NICHT unter der Geburt! Und arbeite, mein Vertrauen in meinem Körper zu stärken.

Ich bin überzeugt davon, dass es nicht egal ist, wie man geboren wird.

To be continued…. 🙂

Wie geht man mit Wutausbrüchen am besten um?

Wie geht man mit Wutausbrüchen am besten um?

Wer kennt das nicht? Man geht in den Supermarkt und sieht dort Kinder, die schreien, sich auf den Boden legen oder
Regale ausräumen. Nur aus reiner Unzufriedenheit? Oder um die Eltern zu ärgern?
Als Zuschauer hat man da es noch einfach und kann sich weiter seinen Einkäufen widmen. Aber was ist wenn das eigene
Kind sich so verhält? Dann kann man natürlich auch so tun, als ob man nicht dazugehört aber letzten Endes muss man
doch dafür gerade stehen.
Habt ihr euch aber mal gefragt warum sich ein Kind so verhält? Vielleicht hat es gar keine andere Möglichkeit sich
mitzuteilen und es ist gerade mit einer Situation nicht happy.
Habt ihr eure Kinder mal direkt gefragt, warum sie denn laut werden oder sich auf den Boden werfen?

Psychologen schlagen vor sich mit den Kindern zu unterhalten und sie zu fragen, welches Problem sie haben und wie
groß es denn sei. Sie können tatsächlich schon ungefähr einordnen, was groß oder klein bedeutet. Wenn es also gerade
ein großes Problem ist, kann man in dem Moment nicht viel helfen aber das Kind auf eine spätere Lösung vertrösten.
Es soll sich nur verstanden fühlen und kann sich dann mit der späteren Lösung auseinandersetzen.

Für kleinere Probleme kann man eventuell direkt reagieren und es aus der Welt schaffen.
Somit ist die Situation erst einmal vom Eis und man kann sich wieder in Ruhe den anderen Aufgaben widmen.

Wie bei uns Erwachsenen auch, haben Kinder für viele Sachen schon gewissen Vorstellungen oder einen Plan. Wenn
der nicht so eintritt, wie gewollt, kann schnell Frustration auftreten. Wichtig ist nur, dass man die Vorstellungen
der Kinder ernst nimmt, mit ihnen darüber redet, so dass sie sich verstanden fühlen und den Druck aus der Situation
nehmen.

Ich werde die Methode mit den Fragen nach der Größe des Problems das nächste Mal anwenden und austesten.
Das wird spannend :).

Stillmöglichkeiten

Stillmöglichkeiten

Grundsätzlich sollte Frau natürlich die Position fürs Stillen einnehmen, die für sie und das Kind am besten
funktioniert und bequem ist. Also lasst euch nichts einreden oder euch verbiegen. Solange es mit dem Füttern
klappt und alle happy sind, kein Problem :).

Trotzdem mal ein paar Ideen für Positionen per Video:

*Quelle: youtube – babyclub.de

Spielzeuge, Geschenke und Weihnachten

Spielzeuge, Geschenke und Weihnachten

Als wir selbst noch kein Kind hatten, haben wir uns immer gewundert wieviel Spielzeug andere
Kinder hatten. Sie haben so viele Sachen, sodass sie gar nicht wissen, mit was sie spielen sollen.
Und so wechselt das Interesse auch schnell vom Auto zur Küche, vom Quietschtier zum Bobbycar, usw.
Deswegen hatten wir geglaubt, dass es bei uns mal anders sein wird. Wir wollten uns nur auf ein
paar wenige Spielsachen beschränken, da man wirklich nicht alles braucht.

Doch schon nach ein paar Wochen waren wir schnell von allen möglichen Sachen überflutet.
Egal ob es nur ein Lufballon war, eine Spieluhr oder Kuscheltier. Das Zimmer war schnell voll :).
Jeder möchte natürlich etwas schenken und auch nur das Beste für das Kind tun und überhäuft es mit
Spielsachen.
Wir versuchen natürlich immer mal wieder ein paar Teile „verschwinden“ zu lassen aber die Flut
hält an.

Wie macht ihr das denn für euch? Bekommen euer Kinder auch so viele Sachen?
Wie händelt ihr die kommenden Weihnachtsgeschenke?

Ich bin sehr gespannt auf eure Kommentare 🙂

Was macht Erdöl in der Windel?

Was macht Erdöl in der Windel?

Wahrscheinlich habt ihr euch auch schon oft Gedanken über Giftstoffe gemacht. Egal ob im Spielzeug, Schnullern, Trinkflaschen
oder eben auch Windeln. Überall findet man etwas, was dem Kind nicht gut tut bzw. tun könnte. Bei uns wird zum Glück vieles überwacht und
auf krankheitsfördernde Stoffe geprüft, was uns schon einmal ein wenig Sorge nimmt.
Trotzdem kann man sich immer nach alternativen Produkten umsehen.

Hier mal anhand des Beispiels „Windeln“. So wie der Öko-test 2017 sagt, sind die Pampers Baby Dry die besten Windeln in Sachen Auslaufen.
Aber dafür haben sie auch einen Anteil an Erdöl und Paraffinen (Abfallprodukt aus der Erdölherstellung) im Innenleben, was nicht unbedingt gut für die Haut des Säuglings ist.
Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, könnt ihr hier
Weiterlesen

Es ist natürlich gerade nachts ein Vorteil wenn die Windel nicht ausläuft. Aber wie schon weiter oben gesagt, gibt es dafür auch gesündere
und evtl. sogar günstigere Alternativen.
Schaut euch doch z.B. mal die Windeln von Lidl, Müller oder Lillydoo an. Wer Lust an Waschen hat, kann natürlich auch Stoffwindeln nehmen.
Die sollten zumindest kein Erdöl als Inhaltsstoff haben :).

Darf Stillen weh tun?

Darf Stillen weh tun?

Die Frage stellt man sich gerade als Mutter eines ersten Kindes.
Wird stillen weh tun? Muss ich das aushalten oder sollte ich lieber abpumpen? Vielleicht
sogar Fertignahrung geben?
Aber noch ist ja kein Meister vom Himmel gefallen. D.h. auch das Stillen muss gelernt werden.
Nehmt euch also Zeit. Habt Geduld mit euch und dem Baby. Schließlich soll das Stillen für euch
beide ein gutes Erlebnis sein und das geht nur mit Teamwork.

Aber seht euch gerne mal den Artikel dazu hier an. Ich finde den ziemlich gut geschrieben.
Weiterlesen

Rauchende Mütter – Wie geht es dem Baby dabei?

Rauchende Mütter – Wie geht es dem Baby dabei?

Man macht sich ja viele Gedanken darüber was man in der Schwangerschaft darf und was nicht.
Früher z.B. hat es noch geheißen: Ein Glas Sekt am Tag ist völlig OK. Ob das etwas ausmacht oder nicht, jede
Mutter will natürlich das Beste für ihr Kind.
Und so muss auch jede Mutter für sich selbst entscheiden, ob sie rohen Fisch isst, raucht oder trinkt.
Ein gewisses Verantwortungsbewusstsein sollte dennoch vorhanden sein. Auch wenn es natürlich viel verlangt für
10 Monate auf Vorlieebn zu verzichten.

Nun aber zum Artikel, den ich im Netz gefunden habe. Seht euch doch diese Ultraschallbilder mal an und entscheidet
dann für euch selbst… Das sieht doch gar nicht gut aus oder?

Hier zum Artikel: Lesen