#3 der Blogparade 1000 Fragen an dich selbst

#3 der Blogparade 1000 Fragen an dich selbst

Es ist eine neue Woche und wie angekündigt kommen hier die nächsten 20 Fragen der Blogparade 1000 Fragen an dich selbst. Habt ihr vielleicht gesehen, wie viele andere da auch mitmachen? Echt spannend und eine tolle Sache, sich mal wieder mit sich selber zu beschäftigen im Wahnsinn des Alltags.
Also, los geht´s!

41. Trennst du deinen Müll? Hier bei unserem im Ort gibt es nur die Möglichkeit, schwarze Tonne und Papier zu trennen. Aber wir haben im Garten zumindest einen kleinen Kompost, um die natürlichen Abfälle zu entsorgen.

42. Warst du gut in der Schule? Meine Mama würde sagen, ich war bis zur 10. Klasse einfach faul 🙂 Ich hatte bis dahin immer gute Noten, also warum mehr anstrengen als unbedingt nötig? In der Sekundarstufe 2 hat mich dann allerdings mein Ehrgeiz anscheinend gepackt, sodass ich am Ende mein Abitur echt schon strebermäßig abgeschlossen habe.

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche? Nicht länger als man eben braucht, ich mache daraus keine Wellnessbehandlung. Jetzt mit Dickbauch dauert eher das drumherum, also an- und ausziehen, cremen usw. länger.

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt? Hmm, also an grüne Männchen oder so glaube ich eher nicht. Aber ich glaube schon, dass es da noch viel mehr gibt, als wir uns vorstellen können und wollen. Vielleicht sind wir auch gar nicht die am höchsten entwickelte Spezies da draußen. Wahrscheinlich werde ich oder wir das aber nie erfahren…

45. Um wieviel Uhr stehst du in der Regel auf? Halb 8

46. Feierst du immer deinen Geburtstag? Nein. Ich freue mich sehr, wenn die mir wichtigen Menschen an diesem Tag an mich denken, aber ich war noch die der Typ, der dann jedes Jahr eine fette Party steigen lässt.

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook? Uff, das habe ich noch nie gezählt und werde ich auch glaube ich nicht. Wahrscheinlich zu oft.

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten? Unseren Schlafbereich und das Wohnzimmer. Hier findet auch hauptsächlich unser Leben drinnen statt.

49. Wann hast du zuletzt einen Hund oder ein anderes Tier gestreichelt? Wir selber leben leider nicht mit Tieren zusammen, von daher ist es schon eine ganze Weile her fällt mir gerade auf. Ich glaube es waren die Ponys bei uns auf dem Weihnachtsmarkt, wo wir eine kleine Kutschfahrt gemacht haben.

50. Was kannst du richtig gut? Jetzt musste ich tatsächlich erst einmal überlegen. Ich denke, ich kann richtig gut planen und strukturieren. Ich brauche das auch, immer irgendwie einen Plan von allem zu haben. Ob das jetzt im Alltag der Tagesablauf ist oder Ausflüge oder Termine. Ich brauch da Struktur und für mich die Gewissheit, dass es am Ende so funktioniert. Das klappt natürlich im Leben mit Kindern nur noch bedingt und da muss ich tatsächlich auch an mir arbeiten, vielleicht auch mal mehr Spontanität zuzulassen und wenn ein Plan mal nicht so klappt, es auch nicht so eng zu sehen.

51. Wen hast du zum ersten Mal geküsst? Meinen Kindergartenfreund Tobias damals. Es war klar, dass wir auch heiraten. Zuletzt gesehen habe ich ihn tatsächlich im Kindergarten 🙂

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen? Früher, als Jugendliche, war ich wirklich eine Leseratte. Allerdings waren die Bücher damals die typischen Jugendromane, die ein Mädchen halt so ansprechen zwischen 13 und 18 Jahren. Ich habe gerade versucht, mich an ein bedeutungsschweres Buch zu erinnern, was hier gut passen würde. Aber wenn ich ehrlich bin, fällt mir da echt nix ein.. Was mich eher inspiriert gerade sind echte Lebensgeschichten von anderen Menschen, die ich dann zum Beispiel in anderen Blogs verfolge.

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus? Ich hatte es zu unserer Hochzeit zum Glück gefunden! Es war ein relativ schlichtes Kleid ohne viel Glamour und Glitzer (darauf steh ich nicht so). Es hatte aber eine tolle Spitze oben am Ausschnitt und Rücken und der Rock war weich und fließend. Hach, es war schon schön 🙂

54. Fürchtest du dich im Dunkeln? Wenn ich dazu alleine bin, muss ich ehrlich sagen ist mir eine kleine Lichtquelle schon ganz lieb (da reicht auch die Straßenlaterne die von draußen rein scheint, aber dann kann man wenigstens Umrisse erkennen).

55. Welchen Schmuck trägst du täglich? Meinen Verlobungs- und meinen Ehering. Die nehme ich (außer wenn es mal zu der seltenen Tatsache kommt, dass ich backe und mit den Händen Teig matsche) nie ab. Und Ohrringe. Ich bilde mir ein, die lenken von meinen großen Ohren ab.

56. Mögen Kinder dich? Ich glaube schon, ja. Wobei das eher die Babys und die kleineren sind. Ab Schulalter bin ich denen glaub ich zu uncool.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino? Die, wo sehr spannend oder sehr emotional sind.

58. Wie mild bist du in deinem Urteil? Das kommt auf meine Stimmung und auf mein Gegenüber an. Prinzipiell versuche ich schon immer, recht objektiv zu sein, aber ich merke, dass ich auch relativ schnell mir ein Urteil bilde. Meistens ist meine Intuition auch richtig, aber ich wurde auch schon eines besseren belehrt.

59. Schläfst du in der Regel gut? Uh, grad ganz blöde Frage, die ich jetzt mit einer Mimimi-Jammer-Antwort beantworten könnte. Da das aber hoffentlich nach der Schwangerschaft und ersten Zeit mit Baby wieder besser wird, lasse ich es einfach…Und hoffe das Beste.

60. Was ist deine neueste Entdeckung? Jetzt bitte nicht lachen: Instagram. Ich weiß, ich bin da sowas von hinter dem Mond bisher, aber ich fange tatsächlich erst jetzt an, mich damit zu beschäftigen. Und noch steige ich auch nicht durch alles durch, aber das wird schon und dann könnt ihr mir gern auch da folgen. Und falls jemand von euch das super Instagram Brain ist, der darf sich gern bei mir melden und seine Tricks mit mir teilen. 🙂

Ich bin schon auf die nächsten Fragen nächste Woche gespannt und freue mich, von euch zu hören!

Alles Liebe,
Andrea

Wer bin ich, Selbstfindung und Achtsamkeit: Blogparade 1000 Fragen an dich selbst #1 und #2

Wer bin ich, Selbstfindung und Achtsamkeit: Blogparade 1000 Fragen an dich selbst #1 und #2

Die Geburt des Kindes stellt das komplette Leben auf den Kopf. Plötzlich ist da ein kleiner Mensch, der meine komplette Aufmerksamkeit möchte, der Tagesablauf richtet sich völlig auf das Baby aus und alles was man möchte ist, dass es diesem kleinen Wesen an nichts fehlt. Das ist richtig und auch total ok so. Irgendwann nach einer gewissen Zeit kommt dann der Punkt, wo man sich mal wieder nach Zeiten nur für sich, für die Partnerschaft oder mit Freunden sehnt. Nach Zeiten, ohne Fremdbestimmung (und ja, damit meine ich auch einen Solo-Toilettengang zum Beispiel). Und plötzlich fragt man sich auch: wer bin ich eigentlich, außer die Mama von? Das ICH vor der Zeit als Mama scheint so weit weg und irreal.
Gerade jetzt, kurz vor der Geburt unseres 2. Kindes, bin ich über die #Blogparade von #pink-e-pank gestoßen, sich 1000 Fragen an sich selber zu stellen. Sich die Zeit zu nehmen, über sich selber nachzudenken. Wer bin ich eigentlich, was mag ich und was nicht, was ist mir wichtig,… Sich vielleicht auch wieder ein wenig besser kennenzulernen, Selbstfürsorge zu betreiben. Achtsam mit sich selbst zu sein.
Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, an der Blogparade teilzunehmen und jede Woche 20 Fragen ehrlich zu beantworten. Ich starte heute mit den ersten 40 Fragen, damit ich auf gleichem Zeitlevel in der Blogparade bin, falls ihr noch anderen folgt, die auch mitmachen. Vielleicht werde ich auch ein paar Fragen auslassen, weil sie für dieses Internet zu privat sind, aber das werde ich ganz nach Gefühl entscheiden 🙂 Schließlich werdet auch ihr mich dadurch sehr viel näher kennenlernen.

Also hier nun zum #1 und #2 der #1000zudirselbst:

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Ich habe vor einigen Tagen das erste Mal eine Wickeltasche für das Baby gehäkelt-und ich kann euch sagen, der Anfang war ziemlich bescheiden…
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Ich habe eine Freundin noch aus Ausbildungszeiten. Wir leben 500km von einander entfernt, aber jedes mal wenn wir uns hören oder sehen (und das ist leider nicht soo oft), ist es so wie damals, als wir fast jeden Tag zusammen quatschend auf dem Sofa saßen bei 500g Nudeln und einer Packung Reibekäse nur für uns zwei.
  3. Worauf verwendest du zuviel Zeit? Sinnloses Surfen im Internet. Das entspannt und nervt mich gleichermaßen.
  4. Über welche Witze kannst du so richtig laut lachen? Puhh, Witze sind jetzt so eher weniger meins.. Ich mag eher so Situationskomik und Albernheit ohne ersichtlichen Grund.
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Das kommt ganz auf darauf an, wer die andere Person ist und was der Grund des Weinens ist. Wenn ich aus Wut weinen muss (was leider durchaus öfter vorkommt), dann ärgere ich mich nur noch mehr wenn es der Gegenüber mitbekommt. Da wäre ich lieber cool und selbstbewusst.
  6. Woraus besteht dein Frühstück? Das ist jeden Tag anders. Aktuell meist aus Fruchtquark, Obst und Haferflocken. Aber es gehen auch Schokolade, Pudding oder was der Schrank sonst so hergibt (jaja, ich weiß…)
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Gerade eben meinem Kind.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Ui ich glaube in so einigen.. Sich zu viele unnötige Gedanken und Sorgen machen. Unsere vererbte Nicht-Entscheidungsfreudigkeit. Der Drang, immer alles wissen zu wollen.
  9. Was machst du morgens als erstes? Duschen
  10. Kannst du gut vorlesen? Ich würde sagen, ja. Ich bin ja auch ausgebildete Synchronsprecherin, das hilft mir da denke ich ganz gut 🙂
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Ich denke bis zur Schulzeit in etwa…
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Eine bestimmte, große Sache gibt es da eigentlich gar nicht. Ich würde aber gern mal ohne Limit shoppen gehen.. Klamotten, Dinge für die Kinder, Geschenke, Deko,…Und alles kaufen was gefällt, wurscht ob man es braucht oder nicht.
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gern? Ich wäre gern kreativ und konsequenter.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Nachdem der Fernseher seit der Geburt unseres ersten Kindes nur noch Deko ist, kann ich da aktuell nix zu sagen.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Zählt die Wiesn auch? Dann vor 4 Jahren…
  16. Wie alt möchtest du einmal werden? Ein bestimmtes Alter hab ich nicht im Kopf. Ich möchte meine Kinder aufwachsen sehen, vielleicht selber einmal Oma werden ansonsten so lange leben, wie das Leben lebenswert ist.
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? Als mein Mann für 3 Monate in der USA war und ich 3 mal zu Besuch hingeflogen bin. Man, kam ich mir cool vor, 3 mal hintereinander auf Kurztrip nach NYC und Boston…
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Lähmend und zugleich rasend.
  19. Hättest du gern einen anderen Namen? Nein. Mein Vorname ist ok und auch mein Nachname, sowohl mein Mädchenname als auch mein jetziger, sind akzeptabel wie ich finde.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Ich zweifel relativ oft an mir. Ob es jetzt um die Lebensumstände (Wohnort, Beruf,..) geht oder um die alltäglichen Situationen mit Kind. Ich hinterfrage, überlege da sehr oft. Da kommt die bereits erwähnte Nicht-Entscheidungsfreudigkeit mit zum tragen….
  21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? (Leider) Ja. Ich versuche von Haus aus, nicht allzu sehr anzuecken und immer einen guten Eindruck zu hinterlassen. Zu wissen, dass jemand mich nicht mag, macht mir echt zu schaffen. Blöd, aber ist leider so. Gerade im Hinblick auf diesen Blog muss ich mir da auf jeden Fall ein dickeres Fell wachsen lassen.
  22. Welche Tageszeit magst du am liebstenMorgens. Wenn man das Gefühl hat, es sind noch nicht alle Leute wach, der Tag beginnt gerade und vielleicht sieht man sogar (ganz kitschig) die Sonne aufgehen. Ich war auch schon immer eher der Morgens-Arbeiten Typ. Seitdem unser erstes Kind bei uns ist, hat sich das allerdings etwas verschoben, da nutze ich jede Minute morgens noch im Bett 🙂
  23. Kannst du gut kochen? Es geht bestimmt schlechter. Ich bin nicht so der Rezepte-Koch. Ich mach das eher „Frei Schnauze“. Das kann dann mal gut werden oder halt eben so semi-gut 🙂 Es wird halt oft das gleiche gekocht bei mir, mir fehlt da die Kreativität.
  24. Welche Jahreszeit entspricht am ehesten deinem Typ? Uh, das kommt ganz auf mein Gemüt an. Aber prinzipiell mag ich den Frühling am liebsten. Ob er mir aber entspricht, ist schwer zu sagen.
  25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Das war irgendwann Anfang 2015. Ein richtiger Gammelsonntag mit meinem Mann auf der Couch. Achja…
  26. Warst du ein glückliches Kind? Ja. Ich hatte eine schöne KindheitNatürlich war nicht immer alles eitel Sonnenschein, aber ich kann mich an ganz viele schöne und glückliche Momente mit meiner Familie erinnern. Ob mit meinen Eltern, oder im Sommer bei meinen Großeltern in der Gartenlaube, in Urlauben oder mit Freunden. Die Jugendzeit hingegen war dann schon mehr von Selbstzweifeln geprägt.
  27. Kaufst du oft Blumen? Ich liebe Blumen. Vor allem im Frühjahr. Von daher kaufe ich vor allem jetzt dann in der kommenden Frühlingszeit oft Tulpen, Hyazinthen und Co.
  28. Welchen Traum hast du? Ich wünsche mir, dass meine Familie gesund und glücklich ist und wir viel Zeit miteinander verbringen können. Ein Traum wäre zum Beispiel, dass wir aus dem typisch-deutschen Familienmuster ausbrechen (Mann Vollzeit, Frau Teilzeit, Kinder in Fremdbetreuung) und ein gemeinsames Projekt als Familie starten können, frei und vielleicht ortsunabhängig.
  29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? 12
  30. Welches Laster hast du? Süßigkeiten. Und ich bin leider nicht so besonders gut im Umgang mit Geld…
  31. Welches Buch hast du als letztes gelesen? „Achtsam durch Schwangerschaft und Geburt“ und „Instagram-Marketing“.
  32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Letztes Jahr hab ich einmal davon geträumt, einen Pony zu haben. Den Tag drauf hab ich mir einen schneiden lassen und seit dem trage ich schulterlange Haare mit Pony. Vorteil: die hohe Stirn wird gut verdeckt. Nachteil: bei körperlicher Betätigung sieht man sofort am verschwitzten Pony, wie unfit man ist.
  33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Mein Mann würde laut JA schreien. Ich glaube, er hat schon recht. Aber wer ist das schon nicht heutzutage?
  34. Wieviel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Dauerhaft zu wenig (siehe Frage 30)
  35. In welchen Laden gehst du gern? In Dekoläden. Da schaut es immer so hübsch und kreativ aus. Und in Kinderläden, am besten mit Handmade-Sachen.
  36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Aktuell Mangoschorle oder Tee mit frischen Kräutern. Unschwanger gern ne süße Weinschorle.
  37. Weißt du normaler Weise, wann es Zeit ist zu gehen? Ja
  38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Da bin ich ja grad mittendrin mit diesem Blog und Stillberatung. Aber ich könnte mir auch wie gesagt ein Familienprojekt vorstellen.
  39. Willst du immer gewinnen? Nein, gewinnen nicht. Beruflich allerdings bin ich schon sehr ehrgeizig und möchte immer vorne bei den Besten mitspielen.
  40. Gehst du in die Kirche? Ich selber bin nicht getauft und religiös aufgewachsen. Allerdings mag ich diese besondere Stimmung in Kirchen sehr gern. Von daher gehe ich zwar nicht regelmäßig, aber wenn dann gern.

 

So, dass war Teil 1 und 2. Ich freu mich schon auf nächste Woche und die nächsten 20 Fragen. Wenn du Lust hast, mach doch mit oder schreib mir!

Alles Liebe,
Andrea

Die zweite Schwangerschaft-ich kenn mich ja jetzt aus oder warum doch alles wieder neu und anders ist?!

Die zweite Schwangerschaft-ich kenn mich ja jetzt aus oder warum doch alles wieder neu und anders ist?!

Die erste Schwangerschaft- eine Wahnsinnszeit, oder? Alles ist so unfassbar neu, unwirklich und schwer zu begreifen. Der Körper macht eine Veränderung durch, die man sich vorher nie hat vorstellen können. Man fiebert jedem Wochenwechsel entgegen (es könnte einen sogar jemand mitten in der Nacht wecken und fragen wie weit man ist und es würde wie aus der Pistole geschossen die richtige Wochenzahl + Tag herauskommen). Außerdem hat man wahrscheinlich mindestens eine Schwangerschafts-App aufm Handy und die Daten im Mutterpass kann man auch auswendig. Jeder Termin beim Frauenarzt wird gefeiert, jede Untersuchung mitgenommen und jeder Ratgeber zum Thema Schwangerschaft und Geburt ist bereits in den ersten Wochen verschlungen. Man weiß, was das Baby alles an Anschaffungen braucht (schließlich wird es einem durch eben diese Ratgeber und die Medien auch immer wieder in Erinnerung gerufen) und das Kinderzimmer ist bereits Wochen vor Entbindungstermin fertig eingerichtet und hübsch dekoriert.

Ja, so oder zumindest so ähnlich war es auch bei mir 🙂

Und jetzt fragen doch viele, wie das so ist, die zweite Schwangerschaft. Jetzt kennt man doch alles, hat bereits das meiste und überhaupt ist man doch bestimmt viel entspannter…

Und ja, es stimmt schon. Klar kennt man das ein oder andere Zipperlein bereits, man weiß jetzt was ein Baby tatsächlich an Dingen braucht und die App im Handy dient hauptsächlich dazu, dass man bei Nachfrage sagen kann wie weit man ist. Die Tage und der Kopf sind bei einem Leben mit Kleinkind einfach mit anderen Dingen ausgefüllt.

Aber entspannter? Nein, das bin ich deswegen nicht. Gerade weil ich nicht wie in der ersten Schwangerschaft die Ruhe und Zeit habe, mich jeden Tag intensiv damit auseinanderzusetzen, schwirren im Kopf viele Dinge herum, was wann noch zu erledigen ist, um was man sich noch kümmern muss, wie man etwas handhaben mag usw. Auch merke ich, dass mich sehr viel mehr Sorgen und Ängste begleiten als damals. Man kennt durch das persönliche Umfeld aber auch durch die jetzige Arbeit einfach auch traurige Schicksale, die einen berühren und prägen. Ins Vertrauen zu kommen, ins Vertrauen in den eigenen Körper und das Baby, fällt dann an langen Tagen ohne Zeit für sich und die Schwangerschaft doch schwerer.

Aber der für mich größte Unterschied zur ersten Schwangerschaft ist der, dass ich doch sehr viel mehr weiß, was ich für mich und mein Baby möchte und was nicht. Das fängt bei den Untersuchungen in der Schwangerschaft an, dass ich einfach viel mehr hinterfrage für was und wozu und mit welchen Konsequenzen was angeboten wird. Das gleiche gilt dann für Untersuchungen für das Baby, wenn es auf der Welt ist. Auch die Wahl des Wunsch-Geburstsortes ist eine andere. Das ist einerseits natürlich auf die bisherige Erfahrung zurückzuführen, aber andererseits auch, dass ich versuche mich mehr im Inneren auf all das vorzubereiten. Sich damit zu beschäftigen, was sich gut für einen anfühlt, den eigenen Weg zu gehen und nicht einfach das zu machen, was die Mehrheit macht weil man es eben so macht und Standard ist.
Und doch ist man dann wieder schnell verunsichert durch unbedachte Aussagen des Arztes, durch eine weitere Horror-Geburtsgeschichte die einem ungefragt erzählt wird usw. Schließlich will ja auch ich, wie jede Mama, nur das Beste für mein Baby. Es gibt Menschen, die sind von Natur aus sehr gefestigt, mit einem starken Willen und Wissen, was für sie gut ist. Und es gibt Menschen wie mich, die lernen müssen, ins Vertrauen zu kommen, um zu spüren und zu wissen was sie wollen und was der richtige Weg für sie ist, unabhängig von allen anderen. Aber es ist ein spannender Weg, der sich lohnt!

Welcher Mensch bist du? Wie war deine Schwangerschaft oder deine zweite, dritte,…? Erzähl mir gern davon!

Alles Liebe,
Andrea

Roses Revolution-Ein Zeichen gegen Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe

Roses Revolution-Ein Zeichen gegen Respektlosigkeit und Gewalt in der Geburtshilfe

Am 25.11. ist es wieder soweit – bereits zum 5. mal möchten Frauen auf der ganzen Welt auf Mißstände, Gewalt und Respektlosigkeit in Schwangerschaft und unter der Geburt aufmerksam machen. Dafür werden von den Betroffenen rosafarbene Rosen und Briefe vor den Kreissaal gelegt.

Das Thema wird leider immer noch viel zu oft totgeschwiegen. Oft werden die Trauma der Frauen abgetan mit „Hauptsache das Kind ist gesund“ oder „Geburt ist nun einmal kein Spaziergang“. Dabei sind die betroffenen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch traumatisiert und zutiefst erschüttert. Das Gefühl der Fremdbestimmung, Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins hinterlässt nicht selten tiefe Spuren.

Physische Gewalt bedeutet zum Beispiel:

  • keine freie Wahl der Geburtsposition (durch z.B. festhalten oder sogar festschnallen der Beine)
  • medizinisch nicht notwendige Untersuchungen (wie den Muttermund wiederholt tasten wenn kein Bedarf besteht)
  • ein Dammschnitt ohne Einverständnis und ohne Notwendigkeit
  • ein Kaiserschnitt ohne Einverständnis und ohne Notwendigkeit
  • andere medizinische Interventionen ohne Einverständnis und ohne Notwendigkeit (z.B. Medikamentengaben, Kristellern, Katheder legen,…)
  • Zwang unter Wehen still zu liegen

 

Psychische Gewalt bedeutet zum Beispiel:

  • Anschreien und Beschimpfen
  • Drohungen und verbale Gewalt wie „Reißen Sie sich jetzt mal zusammen“ oder „Wenn Sie jetzt nicht mitmachen, stirbt Ihr Baby“,…
  • wenn die Frau unter der Geburt allein gelassen wird (außer sie möchte das ausdrücklich)
  • Machtmissbrauch („Sind Sie jetzt die Fachfrau oder ich“,..)
  • sexualisierte Sprüche oder Witze
  • Zwang

Es ist erschreckend, wie viele Frauen betroffen sind. Bereits letztes Jahr wurden vor 22% aller Geburtskliniken in Deutschland Rosen niedergelegt. Liegt es daran, dass der Personalschlüssel in Geburtskliniken immer schlechter wird? Dass Geburtshelfer und Ärzte schlicht mit der Anzahl der gebärenden Frauen überfordert sind? Sicher sind das Gründe, warum immer öfter und ohne medizinische Notwendigkeit in den natürlichen Geburtsprozess eingegriffen wird. Warum die Aufklärung und Einbindung der Frauen in die Entscheidungen immer mehr zu kurz kommt. Aber wo bleibt dennoch die Empathie, das Sehen des Menschen und der Respekt vor der Frau und dem Wunder Geburt? Gerade bei Menschen die in der Geburtshilfe arbeiten, sollten das doch wesentliche Bestandteile der Persönlichkeit sein, oder hat man sonst nicht den Beruf verfehlt?

Der erste Schritt für eine würde- und respektvolle Geburt wäre eine Reform des aktuellen Systems in der Geburtshilfe. Hier ist die Politik gefragt, welche ja leider bisher auch durch zahlreiche Aktionen und Petitionen nicht zu bewegen war.

Doch was kannst du tun, um eine selbstbestimmte und würdevolle Geburt zu erleben? Ich finde es enorm wichtig, sich im Vorfeld ganz klar darüber zu werden, was man möchte und vor allem, was man unter der Geburt NICHT möchte (Medikamente, Vorgehen, …).Und dies auch klar zu kommunizieren und seinen Partner zu instruieren, damit er im Zweifel deinen Willen vertreten kann.  Auch kann ich nur empfehlen, sich ganz genau den Geburtsort und die Geburtsbegleiter auszusuchen.

Wenn du nun aber schon betroffen bist und Gewalt unter der Geburt erleben musstest, so möchte ich dir Mut machen, dir Hilfe zu suchen. Das kann das Gespräch mit einer vertrauten und passenden Person sein, die dich und deine Gefühle ernst nimmt und nichts herunterspielt. Das kann aber auch die Hilfe durch eine Person sein, die sich auf Traumaheilung spezialisiert hat (Gerechte Geburt). Wichtig ist, dass du das erlebte aufarbeiten und damit auch eine tiefe Bindung zu deinem Kind aufbauen kannst. Und wenn du magst, darfst du deine Geschichte auch gern hier oder bei Roses Revolution mit uns teilen.

Viel Kraft und alles Liebe,
Andrea

Die Hungerzeichen deines Babys

Die Hungerzeichen deines Babys

Erwischt du immer den richtigen Zeitpunkt um dein Baby anzulegen? Oder bietest du ihm erst die Brust an, wenn es weint?

Oftmals werden Babys erst die Brust angeboten, wenn es bereits vor Hunger weint. Das macht das korrekte Anlegen schwierig, weil das Baby dann natürlich ungeduldig und hektisch ist. Dabei kann es auch passieren, dass Verletzungen der Brustwarze die Folge sind und die Mama die nächste Stillmahlzeit herauszögern mag aufgrund ihrer Schmerzen und der Angst vor dem kleinen Babyvampir… Ein Teufelskreis also.

Das muss aber nicht sein, wenn du lernst die Hungerzeichen deines Babys zu deuten und dann schnell sein Bedürfnis nach Nahrung befriedigst. Die Hungerzeichen sind prinzipiell bei allen Babys gleich, aber natürlich musst du dein Baby erst einmal kennenlernen und dann wirst du auch bestimmte individuelle Muster erkennen.

Achte auf folgende Zeichen deines Babys:

  • Lecken der Lippen
  • Schmatzgeräusche
  • Suchbewegungen
  • Hände oder Finger wandern in den Mund und werden besaugt
  • Zunge wird rausgestreckt
  • Unruhe
  • Weinen ist meist ein spätes Anzeichen, wenn die anderen Zeichen nicht erkannt wurden

 

Wenn du diese Zeichen richtig erkennst und dann rasch reagierst, wirst du merken wie dein Baby viel ruhiger deine Brust erfassen kann. Das macht das Stillen sowohl für dich als auch für dein Baby sehr viel stressfreier. Und gleichzeitig lernt dein Baby noch etwas wundervolles: seine Bedürfnisse werden schnell und richtig befriedigt. Das schafft Vertrauen und Zufriedenheit.

Und denke daran: Stillen hält sich an keine Uhr 🙂 Der alte Glaube, man sollte nur im 3 bzw. 4 Stunden Abständen stillen, ist längst überholt. Stille nach Bedarf und immer, wenn dein Baby dir die Zeichen dafür gibt. Das kann 8-12 x oder mehr innerhalb von 24 Stunden sein! Und es verändert sich, je nachdem in welcher Phase sich dein Baby gerade befindet. Und auch je nach Tageszeit kann der Abstand sich verändern, meist haben Babys in den Abendstunden öfters das Bedürfnis nach der Brust als tagsüber.

Vertraue dir und deinem Baby!

 

Unsere erste Stillzeit – ein Erfahrungsbericht

Unsere erste Stillzeit – ein Erfahrungsbericht

Stillen ist das natürlichste auf der Welt – dieser Satz ist so wahr aber ich habe ihn als blanken Hohn in der ersten Zeit mit unserem Baby empfunden.

Schon im Kreissaal stellte sich heraus, dass es wohl nicht so easy ist wie gedacht. Nach der Geburt standen wir ja völlig neben uns, erst wurde ich noch eine ganze Weile versorgt und dann waren wir den größten Teil der Zeit alleine und haben mit unserem Baby gekuschelt. Auf die Idee, es zeitnah mal anzulegen bzw. es die Brust selber suchen zu lassen, kamen wir nicht und hat uns auch niemand gesagt. So kam es, dass ich dann nach ca. 4 Stunden mein inzwischen sehr müdes Baby das erste Mal und im Beisein der Hebamme angelegt habe. Da das nicht so recht klappen wollte, die Hebamme aber auch nicht ewig Zeit hatte, brachte sie mir recht schnell die Stillhütchen, damit unser Baby die Brustwarzen besser fassen konnte.

In der ersten Nacht dann auf Station, ermutigte mich meine Intuition, es doch noch einmal ohne diese Dinger zu versuchen. Leider hatte ich bis dahin noch nichts von den Hungerzeichen eines Babys gehört, sodass ich es tatsächlich erst versucht habe anzulegen, als es schon sehr weinte und dementsprechend ungeduldig war. Es war sehr unangenehm und deshalb bat ich eine Nachtschwester um Hilfe damit sie sich mal unsere Stillposition anschaut, aber leider hatte keiner Zeit für uns… Dadurch wurden die Brustwarzen etwas in Mittleidenschaft gezogen, sodass ich dann doch wieder auf die Hütchen zurückgegriffen habe.

Da bei unserem Baby durch den Stress unter der Geburt ein etwas grenzwertiger Zuckerwert festgestellt wurde, riet man uns sogleich auch zum Zufüttern mit Glucose und Pre-Milch, welche wir in unterschiedlichen Methoden (mit Becher, mit Finger, mit Sonde,…) geben sollten.

Nach 2 Tagen auf Station mit Pumpen, stillen mit Stillhütchen und Zufüttern entschlossen wir uns, das Krankenhaus vorzeitig zu verlassen. Die ständig wechselnden Empfehlungen der verschiedenen Schwestern und die Hektik – darauf hatten wir einfach keine Lust mehr. Wir wollten einfach nur in Ruhe die erste Zeit mit unserem Baby genießen und auch nur eine Ansprechperson – unsere Nachsorgehebamme- haben.

Zuhause dann entwickelte unser Baby eine leichte Gelbsucht, weshalb wir die Zufütterungsmenge mit Pre-Milch steigern sollten. Das stillen mit Hütchen klappte so einigermaßen, ich hatte Schmerzen vor allem beim Ansaugen und auch das Gefühl, mein Baby war an der Brust sehr unruhig. Milch hatte ich inzwischen sehr viel, aber anstatt das Baby einfach öfter anzulegen, riet man uns, die Menge an Pre-Milch weiter zu erhöhen. Die Gewichtsentwicklung und auch die leichte Gelbsucht waren dann schnell zufriedenstellend.

Ab der zweiten Woche nach der Geburt fing es dann bei mir an mit ständigem Milchstau, mal die rechte Brust, mal die Linke. Kurz danach folgte auch die erste Brustentzündung. Ich fühlte mich immer kränker und schlapper. Meine Hebamme versuchte mir mit den üblichen Hausmittelchen (Globuli, Retterspitz, Quark, Kühlen,…) zu helfen, aber nach ein paar Tagen tastete ich eine stark abgegrenzte Verhärtung in der Brust, sehr nah an der Brustwarze. Daraufhin schickte mich die Hebamme dann doch mal zum Arzt mit Verdacht auf Abszess. Nach einem Ultraschall befand die Ärztin, dass es wohl keiner wäre sondern nur ein verstopfter Milchgang und schickte mich wieder heim. Ich war natürlich sehr erleichtert. Aber leider verbesserte sich mein Zustand nicht wirklich, ich bekam wieder eine Brustentzündung an der gleichen Brust mit starkem Fieber. Daraufhin bekam ich dann auch endlich Antibiotikum. Das Fieber wurde besser, aber die Verhärtung blieb. Auch der Versuch des Ausmassierens durch die Hebamme brachte keine Besserung. Nach fast 2 Wochen schickte sie mich doch noch einmal zum Arzt. Der war sich dann irgendwie doch auch nicht mehr sicher und gab mir eine Überweisung ins Krankenhaus mit.

Dort wurde dann nach Untersuchungen und Ultraschall festgestellt: es war ein Abszess. Sie haben ihn punktiert, was aber leider auch keine Besserung brachte. Sie haben mir noch einmal ein anderes Antibiotikum verschrieben und ich sollte nach 3 Tagen erneut vorbeikommen. Nach 3 Tagen das gleiche Spiel: Punktion ohne Erfolg. Nachdem es mir aber so durch das Antibiotikum recht gut wieder ging, beschlossen sie es erst einmal dabei zu belassen.

Während dieser ganzen Zeit stillte ich unser Baby weiter (mit Stillhütchen immer noch) und zusätzlich bekam es Pre-Milch inzwischen aus der Flasche.

Ein Tag nach meinem letzen Besuch im Krankenhaus bekam ich unglaubliche Schmerzen in der Brust, selbst Schmerzmittel halfen nichts. Also fuhren wir wieder ins Krankenhaus, ich hielt die Schmerzen kaum mehr aus, jede Bewegung und jede Erschütterung waren einfach nicht mehr zu ertragen. Ich bekam dann Schmerzmittel intravenös, erst Paracethamol und als selbst das keine Linderung brachte, Morphium. Ich muss ehrlich sagen, solche Schmerzen hatte ich noch nie in meinem Leben. Der Plan: doch OP am nächsten Tag. Mein Mann war mit unserem Baby daheim, da ich mich absolut nicht in der Lage fühlte es zu versorgen. Am nächsten Tag dann wurde der Abszess eröffnet und es kam heraus, dass es wohl die richtige Entscheidung war da er schon sehr prall und sehr groß war. Die Ärzte meinten, ich könnte trotzdem weiterstillen, auch mit offener Wunde am Brustwarzenhof (bei einem Abszess wird die Wunde offen gelassen, mit einer Lasche versehen und die ersten Tage immer wieder gespült, damit es von innen nach außen zuwachsen kann). Nach fast einem Monat Schmerzen und der Tatsache, dass unser Baby eh bereits Pre-Milch erhielt, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, weiter zu stillen. Die Angst, es könnte sich wieder ein Abszess bilden, war einfach zu groß. Also stillte ich noch im Krankenhaus mit Medikamenten ab.

Im Nachhinein bereue ich diese Entscheidung sehr, wobei ich auch weiß es damals zu diesem Zeitpunkt für mich einfach nicht anders ging. Durch die Schmerzen und den Wochenbett-Hormoncocktail war ich vor allem auch psychisch einfach angeschlagen. Ich hadere auch heute noch damit, wie unsere erste Zeit mit Baby gelaufen ist und bin traurig und auch wütend darüber. Denn ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Punkte bei uns zusammengespielt haben, die nicht hätten sein müssen. Mit einer professionellen Unterstützung an meiner Seite und natürlich auch mit mehr Wissen von mir im Vorfeld hätte es vielleicht nicht soweit kommen müssen und wir hätten noch eine lange und glückliche Stillbeziehung genießen können.

Das war und ist einer meiner Hauptbeweggründe für mein Entschluss, Stillberaterin zu werden: ich möchte anderen Mamas und Babys professionell helfen, die auch Schwierigkeiten haben und ihnen somit zu einer glücklichen Stillbeziehung verhelfen, wenn sie das wünschen.

Alles Liebe,
Andrea

 

 

Unsere erste Geburt -ein Erfahrungsbericht

Unsere erste Geburt -ein Erfahrungsbericht

Meine 1. Schwangerschaft verlief völlig normal und komplikationslos. Wir freuten uns riesig und hatten uns für die Geburt ein Babyfreundliches Krankenhaus mit integrierter Kinderklinik ausgesucht, da wir trotz allem „auf Nummer sicher“ gehen wollten.

Bei 39+1 (also 40.Schwangerschaftswoche) bekam ich dann die ersten Wehen (Wellen) in der Nacht. Unsicher, ob es jetzt tatsächlich losgeht oder nicht, fuhren wir in die Klinik. Da zeigten sich die Wellen auch im CTG, der Muttermund war allerdings erst 1cm geöffnet. Wir hatten da zu dem Zeitpunkt eine wirklich liebe Hebamme. Ich glaube, sie hat uns angemerkt, dass wir auf keinen Fall wieder heim fahren wollten :-), also schickte sie uns für 2 Stunden im Park spazieren-was macht man auch sonst um 4 Uhr in der Früh…

Dabei wurden die Wellen schon deutlich intensiver und wir hofften beide, dass sich das auch in der Untersuchung zeigen würde. Nach weiteren 2 Stunden spazieren wollte ich in den Kreissaal, da draußen herumlaufen und die Wellen verarbeiten einfach nicht mehr machbar waren. Und siehe da, der Muttermund war auf 9cm! Juchee! Bis dahin ging es mir noch gut, klar war es herausfordernd aber ich war dennoch in den Pausen einigermaßen gut drauf und hab mich die ganze Zeit instinktiv im Stehen aufgehalten. Es kam dann auch relativ zügig ein starker Drang zum Mitschieben nach unten, aber da meine Fruchtblase noch nicht geplatzt war, meinte dann die (neue) Hebamme (Schichtwechsel…), dass sie diese erst in der nächsten Welle eröffnen möchte bevor ich aktiv werde. Dazu sollte ich mich auf den Rücken legen. Und genau hier began die (unnötige?) Intervention und ihre Folgen: durch den Lagerungswechsel und das manipulative Eröffnen der Fruchtblase wurden die Herztöne unseres Babys plötzlich schlechter und die Wellen wurden deutlich unangenehmer. Zudem fühlte ich mich plötzlich nicht mehr Herrin der Lage und so auf den Rücken liegend auch ziemlich ausgeliefert und schwach.

Da die Herztöne immer schlechter wurden, die Wellen immer stärker und es für unser Baby kein vor und zurück gab, eilten plötzlich mehrere Hebammen und Ärzte ins Zimmer mit der Saugglocke im Gepäck. Mein Mann und ich wussten nicht, was plötzlich los war, eine Ärztin stieg auf mein Bett und kristellerte mich (der manuelle Versuch, das Baby von außen über den Bauch nach unten zu schieben) während gleichzeitig die Saugglocke eingeführt wurde.

Es war eine so absurde Situation, voller Schmerzen, Panik, Unwissenheit und Fremdbestimmung, dass wir uns auch nachher, als unser Baby schon da war, gefühlt haben wie im Schock und völlig neben uns standen.

Zum Glück ging es unserem Baby gut, die Herztöne und die U1 waren unauffällig, sodass wir direkt nach der Geburt bonden (kuscheln) konnten, während ich noch versorgt wurde.

Aufgrund dieser Geburtserfahrung und ihren Auswirkungen auf die Stillzeit (mehr) war mir klar, dass es bei der 2.Geburt anders laufen soll. Ich möchte eine selbstbestimmte, natürliche und interventionsfreie Geburt erleben, ohne Druck und im Vertrauen in meinem Körper, der sehr gut in der Lage ist zu gebären. Und das alles in einer mir schon bekannten Umgebung und mit einer Hebamme der ich vertraue und die während der Geburt ausschließlich für mich und unser Baby da ist.

Daher bereite ich mich dieses mal auf die 2. Geburt mit den wirklichen wichtigen Dingen vor: dem Mindset, die passende Auswahl des Geburtsortes und der Begleitperson und dem ganz klaren Bewusstsein: was brauche ich und vor allem was möchte ich NICHT unter der Geburt! Und arbeite, mein Vertrauen in meinem Körper zu stärken.

Ich bin überzeugt davon, dass es nicht egal ist, wie man geboren wird.

To be continued…. 🙂

Über mich

Über mich

Ich bin Andrea und begleite dich bei Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Leben mit Baby!

Geboren 1984 bin ich mittlerweile verheiratet mit dem besten Mann der Welt und bald zweifache Mama fantastischer Kinder.

In meiner ersten Schwangerschaft waren wir noch so unbedarft, um nicht zu sagen etwas naiv. Wir haben alle Untersuchungen, die man so angeboten bekommt, machen lassen ohne großartig zu hinterfragen. Haben alles gekauft, was man (vermeintlich) doch braucht für ein Baby, haben am Standard-Geburtsvorbereitungskurs teilgenommen und fühlten uns alles in allem doch gut vorbereitet auf unser Baby. Stillen-ja das wollte ich auf jeden Fall, aber im Vorfeld damit beschäftigt habe ich mich nicht, schließlich ist stillen doch „das natürlichste auf der Welt“ und wird schon funktionieren. Und schließlich hatte ich ja auch noch eine Hebamme in der Nachsorge, die dann schon wissen wird was zu tun ist. Ach ja, und wir hatten uns für die Geburt für ein Babyfreundliches Krankenhaus entschieden. Damit sollte doch nix schief gehen…

Leider lief unsere Geburt und Stillzeit nicht wie erhofft (mehr).

Irgendwann, als ich angefangen habe, unsere Situation zu akzeptieren und mich mehr und mehr in die Themen Geburt, Geburtstrauma, Stillen, Tragen, Attachment Parenting usw. einlas, wuchs in mir der Wunsch, andere Frauen und Babys genau darin zu unterstützen. Dabei ist mir wichtig, dich zu sehen, dich in deinem ganz eigenen Weg zu bestärken, dir Hilfestellung zu geben diesen zu finden ohne dabei dogmatisch oder gar fanatisch zu sein. Das, was DU möchtet, was für dich und dein Baby gut ist, wird unser gemeinsames Ziel.

Dank der wunderbaren Unterstützung von meinem Mann startete ich meine Ausbildung zur Stillberaterin und zur Gruppenleiterin von Eltern-Kind-Kursen. Und damit auch diesen Blog.

Schön, dass du da bist!

Alles Liebe,
Andrea